Selektivverträge als Marketing-Turbo: Warum Ihre Praxis plötzlich gefunden wird
Als Verordner von Versorgungsprogrammen sind Sie öffentlich gelistet — und gewinnen Patienten, die Sie über Google nie gefunden hätten.

Friederike Rohde
22. März 2026 · 4 Min. Lesezeit
Die meisten Ärzte denken bei Selektivverträgen an Vergütung und Patientenversorgung. Was viele übersehen: Die Teilnahme an Versorgungsprogrammen ist auch ein handfester Marketing-Vorteil — und zwar einer, der kein Budget kostet und trotzdem neue Patienten bringt.
Gelistet, gefunden, gewählt
Wer als Verordner an einem Versorgungsprogramm teilnimmt, wird auf den Plattformen der Programmanbieter als teilnehmende Praxis geführt. Das bedeutet: Patienten, die aktiv nach einem Programm suchen — etwa weil sie von GLA:D oder Herodikos Plus gehört haben — finden Ihre Praxis über die Programmsuche der Anbieter. Ohne dass Sie einen Cent für Google Ads oder Praxis-Marketing ausgeben.
Für viele Praxen ist das ein völlig neuer Akquise-Kanal. Patienten kommen nicht über Empfehlung oder Zufall, sondern weil sie gezielt nach einem Arzt suchen, der ein bestimmtes Programm anbietet. Diese Patienten sind hochmotiviert und bereit, aktiv an ihrer Gesundheit zu arbeiten — die beste Patientengruppe, die man sich wünschen kann.
Das Aushängeschild: Moderne Praxis
Die Teilnahme an Versorgungsprogrammen signalisiert Patienten und Zuweisern: Diese Praxis bietet mehr als den Standard. Sie positionieren sich als innovativer Gesundheitsdienstleister, der über das klassische Rezept hinausdenkt. Das wirkt auf mehreren Ebenen:
Auf Ihrer Website können Sie die Teilnahme prominent kommunizieren. Auf Social Media liefern die Programme regelmäßig Anlass für relevante Beiträge — Patientenerfolge, neue Kooperationen, Kassenerweiterungen. Im persönlichen Gespräch mit Patienten haben Sie ein konkretes Angebot, das über die Standardversorgung hinausgeht.
Zuweiser-Netzwerk stärken
Auch für die Zusammenarbeit mit Physiotherapeuten und Fachkollegen ist die Teilnahme ein Signal. Therapeuten, die GLA:D oder Herodikos Plus anbieten, suchen aktiv nach verordnenden Ärzten in ihrer Umgebung. Die Teilnahme am Programm macht Sie zum bevorzugten Zuweiser — ein Netzwerkeffekt, der sich über die Zeit verstärkt.
Umgekehrt können Sie als Arzt gezielt mit teilnehmenden Physiotherapie-Praxen kooperieren und Ihren Patienten eine nahtlose Versorgungskette anbieten.
Differenzierung im Wettbewerb
In Regionen mit hoher Arztdichte suchen Patienten nach Gründen, sich für eine Praxis zu entscheiden. Kostenlose Versorgungsprogramme sind ein starkes Argument — besonders für chronisch Kranke, die mit der Regelversorgung unzufrieden sind. Sie bieten etwas, das die Praxis nebenan nicht hat.
Und das Beste: Sie müssen dafür nicht werben. Die Programme werben für sich selbst — über Krankenkassen-Newsletter, Therapeuten-Empfehlungen und Mundpropaganda zufriedener Teilnehmer.
Konkret: Was Sie kommunizieren können
Nutzen Sie die Teilnahme aktiv: Praxisschild oder Wartezimmer-Aufsteller mit dem Hinweis auf kostenlose Versorgungsprogramme. Ein Absatz auf Ihrer Website unter dem Leistungsspektrum. Ein Post auf Social Media: 'Wussten Sie, dass wir kostenlose Therapieprogramme für Rücken, Knie und Hüfte anbieten?' Ein Hinweis im Arztbrief an Kollegen. All das kostet nichts — und bringt Patienten, die gezielt nach moderner Versorgung suchen.
Fazit: Marketing, das sich von selbst trägt
Selektivverträge sind nicht nur ein Vergütungsmodell — sie sind ein Differenzierungsmerkmal. Die öffentliche Listung als Verordner, die Zusammenarbeit mit spezialisierten Therapeuten und die Zufriedenheit behandelter Patienten schaffen einen Marketing-Kreislauf, der sich selbst verstärkt. Berechnen Sie mit unserem Potenzialrechner, was das für Ihre Praxis bedeuten kann.
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Friederike Rohde
Gründerin von Uplevel Network. Über 15 Jahre Erfahrung in der medizinischen Praxis. Expertin für Heilmittel, Digitalisierung und Umsatzsteigerung.