Blankoverordnung — Fortschritt oder Belastung?
Ein persönlicher Gedanke zur Blankoverordnung. Was bedeutet mehr Autonomie für Therapeuten, wenn medizinisch sinnvolle Maßnahmen wirtschaftlich bestraft werden?

Friederike Rohde
5. Mai 2025 · 3 Min. Lesezeit
Die Blankoverordnung gilt nun seit 16 Wochen und umfasst zahlreiche Schulterdiagnosen. Physiotherapeuten können erstmals eigenständig über Art, Dauer und Frequenz der Behandlung entscheiden — patientenzentriert und fachlich fundiert.
Doch was bedeutet diese neue Autonomie wirklich? Wer über die in der Ampel vorgegebene orientierende Behandlungsmenge hinausgeht, muss mit 9% Umsatzabzug pro Sitzung rechnen. Eine medizinisch sinnvolle Maßnahme wird also automatisch wirtschaftlich bestraft.
Welche Botschaft sendet das an einen Berufsstand, der ohnehin seit Jahren um Anerkennung kämpft? Therapeutische Kompetenz braucht substanzielle Rahmenbedingungen — nicht nur symbolische Verantwortung.
Für Arztpraxen zeigt sich hier ein wichtiger Zusammenhang: Die Versorgungsqualität hängt nicht nur von der Verordnung ab, sondern auch davon, wie Therapeuten arbeiten können. Selektivverträge bieten hier einen alternativen Weg — ohne Budgetdeckel und ohne wirtschaftlichen Druck auf die Behandlungsqualität.
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Friederike Rohde
Gründerin von Uplevel Network. Über 15 Jahre Erfahrung in der medizinischen Praxis. Expertin für Heilmittel, Digitalisierung und Umsatzsteigerung.